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Berufsinformationsabend
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Profitipps für den Einstieg ins Berufsleben
Berufsorientierung
Die Löweneck-Schule bietet Schülern Gelegenheit, sich bei Experten über Ausbildungsplätze, Arbeitsmarktchancen und die richtige Bewerbung zu informieren
VON LISA SCHWABL Oberhausen
Was will ich beruflich machen? Wie finde ich einen Ausbildungsplatz? Und was muss ich dafür vorweisen können? Fragen über Fragen, die sich viele Jugendliche stellen. In der Löweneck-Volksschule in Oberhausen wurde daher ein Berufsorientierungsabend für die achte und neunte Jahrgangsstufe organisiert. Mit einem Bericht aus der Praxis sollten die jungen Leute einen Eindruck vom Leben als Auszubildender bekommen. Zwei ehemalige Schülerinnen schilderten ihre Erfahrungen im Bewerbungsmodus. Sie bestätigten, dass gerade Hauptschüler nur eine sehr geringe Chance auf eine Ausbildungsstelle haben. „Nach unzähligen Absagen von angeschriebenen Ausbildungsbetrieben entschied ich mich für die schulische Ausbildung zur Sozial-Pflegehelferin“, erzählte Vanessa Lehnert. Chalalai Wonglao hingegen hatte sich für die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau entschieden. „Herr Brieger, der für unsere Schule zuständige Ansprechpartner der Agentur für Arbeit vermittelte mir diese Lehrstelle, nachdem ich dort freiwillig ein mehrwöchiges Praktikum abgeleistet hatte.“ Die Schüler sollten so motiviert werden, nicht gleich nach der ersten Absage aufzugeben, sondern es weiter zu versuchen.

Mehrwöchiges Praktikum ist empfehlenswert
Besonders beliebt bei den Mädchen waren die sozialpflegerischen sowie gastronomische und hauswirtschaftliche Berufe. Die Jungen hingegen bevorzugten handwerkliche und praktische Berufe wie Bauarbeiter, Tischler oder Bäcker. Jeder Schüler konnte sich über zwei Berufe informieren. Die Repräsentanten der Betriebe erklärten Aufgaben und Tätigkeitsfeld des Azubi und gaben den Schülern Tipps für eine gut gelungene Bewerbung und das richtige Auftreten vor dem zukünftigen Chef. Betont wurde dabei vor allem, dass schlechte Noten durch gutes Benehmen und Engagement ausgeglichen werden können. In kleinen Gruppen konnten sich die Schüler über die Berufswelt informieren. Daniel Blaubach, Ausbildungsleiter bei der Baufirma Dobler rät deshalb zu einem mehrwöchigen Praktikum in einem Betrieb: „So lässt sich überprüfen, ob man den Ansprüchen des Berufs genügt und sich der angestrebte Beruf tatsächlich als Traumjob entpuppt.“ Gerade für praktische Berufe werden Hauptschüler bevorzugt eingestellt, da sie im Gegensatz zu Gymnasiasten und Realschülern verstärkt den nötigen Arbeitswillen zeigen. Insgesamt hat das offene Auftreten der Betriebe gegenüber Hauptschülern an diesem Orientierungsabend gezeigt, dass auf dem Arbeitsmarkt längst nicht mehr der höchste Schulabschluss das Ass im Ärmel eines Bewerbers ist, sondern der Wille, sich vom Tellerwäscher zum Millionär hochzuarbeiten, eine viel flexiblere Grundlage für den beruflichen Erfolg darstellt. Viel Lob und Anerkennung fand die AG Gastronomie für die vorzügliche Bewirtung der Gäste.



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