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Sportstudie an der Uni Augsburg
„Motorische Fähigkeiten von Augsburger Grundschülern“

Nach dem Aufwärmen, das der Sportlehrer W.H. für die Professoren und Sportstudenten übernehmen musste, verteilten sich die Schüler an 7 Stationen und absolvierten Übungen, die die motorischen und konditionellen Fähigkeiten der Schüler testeten: Balancieren, Liegestütz, seitliches Hüpfen, Rumpfbeugen, „Sit-ups“, Standweitsprung, und 20-Meter Sprint. Zum Schluss absolvierten alle Kinder einen 6-Minuten Lauf, bei dem die gelaufene Strecke jedes einzelnen gemessen wurde. Im Vergleich zu einem vorhergehenden und einem folgenden Test am 16.06. wird nun verglichen, wie sich die Schüler in ihren Leistungen verändert haben.
Werner Hofmann

Glaubt man einer Studie der Uni Augsburg, sind Migrantenkinder an Augsburgs Grundschulen wesentlich seltener fit, schlank und im Sportverein als ihre deutschen Mitschüler. Was haben die Wissenschaftler untersucht? Die Augsburger Wissenschaftler haben die sportmotorischen Fähigkeiten von 116 Grundschülern aus Göggingen, Hochzoll und Oberhausen getestet. Dabei ging es um die Frage, welchen Einfluss ihre Herkunft auf die Sportlichkeit hat. Fazit: Die Grundschüler aus dem Stadtteil mit dem geringsten Migrationsanteil, aus Göggingen, waren im Schnitt leistungsfähiger als ihre Altersgenossen. Wie lief der Test ab? Fünf Augsburger Grundschulen nahmen im letzten Schuljahr an der Studie teil. Unter der Aufsicht von Studenten und Sportwissenschaftlern mussten sie sprinten, balancieren, hüpfen, Sit-ups und Liegestütze machen. Welche Ergebnisse brachte die Untersuchung? „Die Leistungsunterschiede waren enorm“, berichtet die Leiterin des Forschungsprojekts, Claudia Augste. Während der Beste im Test binnen 40 Sekunden 33 Situps hinlegte, schaffte der Schlechteste keinen einzigen. Mittels Fragebögen versuchen die Wissenschaftler herauszufinden, woher diese Unterschiede rühren. Welche Faktoren beeinflussen die Sportlichkeit? Sind Migrantenkinder generell unsportlicher als ihre deutschen Altersgenossen? Die Leiterin des Forschungsprojekts, Claudia Augste, warnt vor solchen pauschalen Wertungen. „Die Frage nach den Ursachen lässt sich nicht einfach aufklären“, betont sie. Viele Faktoren spielten mit hinein: die Ernährung, der soziale Status, die Freizeitbeschäftigungen und mehr. Was bringt die Mitgliedschaft in einem Sportverein? Wer in einem Verein Sport treibt, war beim Test flotter und ausdauernder. Sportlehrer Werner Hofmann wundert das nicht. „Allein durch Schulsport können die Kinder nicht fit werden, meint er. „In den 30 Minuten, die neben Eislaufen und Schwimmen bleiben, kann man kaum mehr machen, als die Kinder an die Vereine heranführen“, so der Lehrer der Löweneckschule. Das Problem: Kinder mit Migrationshintergrund sind laut der Untersuchung nicht einmal zur Hälfte in einem Verein aktiv, bei den Deutschstämmigen sind es dagegen fast 80 Prozent.

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